In einer Solawi werden die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebes von mehreren privaten Haushalten getragen. Im Gegenzug erhalten die Unterstützer frische, regionale Nahrungsmittel direkt vom Hof.

 

Solidarische Landwirtschaft – das Konzept der Zukunft?

 

Das Konzept der Solidarische Landwirtschaft entstand Mitte der 1970 erJahre in Japan und hat seitdem den Globus erobert. In Deutschland ist diese Art der Landwirtschaft seit 2010 verstärkt im Aufbau.

Hier wird nicht das einzelne Lebensmittel finanziert, hier wir din die Landwirtschaft finanziert. Mehrere private Haushalte tragen die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebes und erhalten im Gegenzug die Ernteerträge des Hofes.

Die Idee hinter diesem Konzept: alle teilen sich die Verantwortung, die Kosten und Risiken und natürlich auch die Ernte.

Der Bauer kann dank der Unterstützung nachhaltig arbeiten, die Tiere artgerecht halten und muß sich und den Boden nicht ausbeuten. Die Gemeinschaft erhält dafür qualitativ hochwertige Nahrungsmittel (oft in Bio-Qualität) aus der Region.

Die Art und Weise wie die Solidarische Landwirtschaft arbeitet ist von Gemeinschaft zu Gemeinschaft verschieden. Allen gemeinsam ist jedoch das Bestreben eine Art der Landwirtschaft zu gestalten, in der das Wohlergehen der Menschen, der Tiere und der Mitwelt höchste Priorität haben.

Solidarische Landwirtschaft Heuernte

 © Ionlfox•Pixabay

Die Gemeinschaft der Solidarischen Landwirtschaft

Die Solidarische Landwirtschaft ist ein Zusammenschluss vieler Privathaushalte die auf einem Hof zusammenarbeiten.

Zum einen finanzieren sie durch ihre Beiträge  die Kosten des Hofes, zum anderen tragen die Mitglieder durch aktives Helfen, auf den Feldern oder bei der Verteillogistik zur Bewirtschaftung des Hofes bei.

Die Finanzierung ist unabhängig davon, wie die Ernte ausfällt. Das bedeutet, daß im Extremfall die Gemüsekiste leer bleibt. Andersherum kann es sein, daß die Erntekiste übervoll ist.

Die Ernte wird zu gleichen Teilen unter den Mitgliedern aufgeteilt. Bezahlt wird also nicht das einzelne Lebensmittel, sondern die gesamte Produktion.

Bei Ernteausfall kann der Hof Dank der Rückendeckung der Gemeinschaft ohne große Einbußen, weiter bestehen.

Auf diese Art wird der Hof gemeinschaftlich getragen. Diese Art der Finanzierung ermöglicht es dem Hof ohne Marktdruck ökologisch, sozial und fair zu produzieren.

 

Bezug zu den Lebensmitteln herstellen

Dank dieses Systems kann das einzelne Solawi Mitglied einen ganz neuen Bezug zu den Lebensmitteln, der Natur und den Produktionsabläufen gewinnen.

Solawi ist also weit mehr als nur eine Kiste voller wertvoller regionaler Lebensmittel.

Es geht auch um den Erhalt regionaler, nachhaltiger Strukturen. Es geht um unsere Beziehung zu unserer Mitwelt.

Und noch weiter gedacht geht es um unsere Zukunft und die Frage wie wir in Zukunft alle satt werden können, trotz einer stetig wachsenden Bevölkerungsdichte.

Auf den Punkt gebracht

Im Zentrum der Solawi-Idee steht die Erhaltung der bäuerlichen Landwirtschaft bei fairen Löhnen und einer hohen biologischen Vielfalt. Ziel ist der Aufbau und der Erhalt eines gesunden, überlebensfähigen Hoforganismus und nicht ein maximaler Ertrag zu günstigen Preisen.

Infobroschüre Bundeszenrtum für Ernährung

Solidarische Landwirtschaft, Lebensmittel frisch aus der Region

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