Baumwolle, das weiße Gold

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Baumwollestoffe gelten als saugfähig, hautfreundlich, hitzebeständig, langlebig und strapazierfähig . Doch warum sollte dein T-Shirt ein Bio-Siegel tragen?

 

Warum Bio Baumwolle?

Baumwolle ist die meistbenutze Naturfaser. Die weltweite Produktion beläuft sich auf etwa 26 Millionen Tonnen. Sie ist super angenehm zu tragenden, vielseitig und strapazierfähig. Doch ihr Anbau birgt vielerlei Gefahren für unsere Umwelt und für den Konsumenten.

 

Geschichte der Baumwolle

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Die Baumwollpflanze ist eine sehr alte Kulturpflanze, die ältesten Funde lassen sich auf etwa 6000 v. Chr. zurückdatieren. Ursprünglich stammt die Baumwolle aus Indien und dem heutigen Peru und Guatemala. Etwa 600 v. Chr. verbreitet sich die Pflanze über den Irak, Iran, die Türkei, Syrien bis nach Rom.

1641 wurde die erste Baumwollspinnerei in Manchester eröffnet. Es war der Beginn der industriellen Verarbeitung von Baumwolle in Europa. Für die arbeitsintensive Herstellung des Garns wurden Arbeitskräfte gebraucht, welche man über den Sklavenhandel organisierte.

Das „weiße Gold“ wie die Baumwolle auch gerne genannt wird, war also von jeher mit Ausbeutung und Ungerechtigkeiten behaftet.

Heute sind die größten Baumwoll Anbauländer China vor Indien und den USA.

 

Anbau des weißen Goldes

Da Baumwolle in riesigen Monokulturen angepflanzt wird, ist die Gefahr der Pilzbildung und des Schädlingsbefalles enorm groß. Aus diesem Grunde werden giftige Chemikalien in Massen auf die Felder gespritzt. Hinzu kommt der enorme Wasserbedarf dieser Pflanzen. Für ein Kilo des weißen Goldes werden mehr als 2000 Liter Wasser verbraucht. Auch wird in vielen Plantagen Gen-Saatgut verwendet. Pflanzen aus genmanipuliertem Saatgut brauchen nochmals mehr Wasser. Die umstrittenen ethischen Gesichtspunkten von genmanipuliertem Saatgut will ich hier nun am Rande erwähnen.

 

Deshalb ist der konventionelle Anbau abzulehnen

© amissphotos, Pixabay

  • die Pflanze wird mit einer Unmenge giftiger Chemikalien behandelt und
  • sie hat einen extrem hohen Wasserbedarf
  • oft müssen Kleinbauern in den Anbaugebieten gezwungen das Saatgut der großen Agro Chemie Konzerne zu kaufen, was eine Verschuldung der Bauern mit sich bringt
  • durch den Kauf von genmanipuliertem Saatgut muß der Bauer auch die Pflanzenschutzmittel und Pilzbefallmittel von diesen Konzernen kaufen
  • das Resultat davon ist oft, daß die Bauern, um überleben zu können, ihre Kinder auf den Feldern arbeiten lassen müssen, statt sie zur Schule zu schicken

 

Der konventionelle Anbau ist:

  • umweltschädlich
  • durch giftige Chemikalien schwer belastet
  • fördert die Armut ganzer Regionen
  • fördert das Analphabetentum
  • ist in vielen gebieten für Kinderarbeit und Krankheiten durch Pestizide verantwortlich
  • durch den enormen Wasserbedarf senkt sich der Grundwasserspiegel in den Regionen

 

Doch es geht auch anders

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Niemand muss auf Bekleidung aus Baumwolle verzichten. Mit zertifizierter Bio Baumwolle können all die Schattenseiten der konventionell angebauten Baumwoll umgangen werden.

Bekleidung aus  zertifizierter Biobaumwolle  kannst du am Siegel erkennen. Eine Übersicht über Textil Siegel findest du hier.

Biosiegel und Fairtrade für eine zukunftsfähige, gerechte Welt

Doch nicht nur der Anbau sollte umweltfreundlich sein, auch der Vertrieb, Menschenrechte und Entlohnung sollte gerechter gehandhabt werden.

Unter der Bezeichnung Fairtrade International haben sich 22 verschiedene nationale Fairtrade Organisationen und 3 Produzentennetzwerke mit folgenden Zielen zusammengetan:

  • Bekämpfung von Kinderarbeit – Kinderrechte 
  • Einsatz für Arbeiterrechte 
  • Geschlechtergerechtigkeit
  • Stärkung von Kleinbauern
  • für Klimaschutz
  • nachhaltige Produktion

Hier kannst du einen Bericht über Fairtrade von Baumwolle lesen.

Baumwolle, toll zu tragen, doch nur aus biologischem Anbau!

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